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Tools · Bestimmung

Punzen entschlüsseln.

Die winzige Zahl innen im Ring oder am Verschluss verrät das Metall und seinen Feingehalt. Gib sie ein, um sie zu entschlüsseln: Gold, Silber, Platin und die Stempel auf plattiertem Schmuck, der nur wie massives Gold aussieht.

Gold

375

Massiv

375er Gold (9 Karat)

37,5 % Gold

Verbreitet in Großbritannien und Europa. Robust und günstig, aber weniger als die Hälfte ist Gold. Der Rest ist Legierung.

Stempel 375 erklärt (Englisch) →

417

Massiv

417er Gold (10 Karat)

41,7 % Gold

Das traditionelle Minimum für Goldschmuck in den USA. Strapazierfähig, beliebt für Alltags- und Herrenschmuck.

Stempel 417 erklärt (Englisch) →

585

Massiv

585er Gold (14 Karat)

58,5 % Gold

Das Arbeitstier unter den Goldlegierungen, mit gutem Gleichgewicht aus Goldanteil, Haltbarkeit und Preis. In Deutschland der Standard für Goldschmuck. Auf älteren Stücken manchmal als 583 gestempelt.

Stempel 585 erklärt (Englisch) →

750

Massiv

750er Gold (18 Karat)

75 % Gold

Der Standard im Luxussegment. Satte Farbe und hoher Goldanteil, weicher als 585er Gold. Üblich für europäischen Feinschmuck und Designerschmuck.

Stempel 750 erklärt (Englisch) →

875

Massiv

875er Gold (21 Karat)

87,5 % Gold

Verbreitet im Nahen Osten und in Südasien, wo ein hoher Goldanteil für Brautschmuck und als Wertanlage geschätzt wird.

Stempel 875 erklärt (Englisch) →

916

Massiv

916er Gold (22 Karat)

91,6 % Gold

Traditionell für indischen und asiatischen Goldschmuck. Tiefgelb und sehr weich, meist für Stücke, die nur zu besonderen Anlässen getragen werden.

Stempel 916 erklärt (Englisch) →

999

Massiv

Feingold (24 Karat)

99,9 % Gold

Reines Gold. Für die meisten Schmuckstücke zu weich, daher vor allem für Barren und Münzen. 990 ist der Reinheitsgrad „Chuk Kam“ in Festlandchina, in Hongkong bedeutet Chuk Kam 999.

Stempel 999 erklärt (Englisch) →

333

Massiv

333er Gold (8 Karat)

33,3 % Gold

Ein niedrigkarätiger Standard, vor allem auf deutschem und mitteleuropäischem Schmuck. Liegt unter der niedrigsten britischen Goldpunze (375).

Stempel 333 erklärt (Englisch) →

Silber

925

Massiv

Sterlingsilber (925er Silber)

92,5 % Silber

Der weltweite Standard für Silberschmuck: 92,5 % Silber mit 7,5 % Legierung (meist Kupfer) für mehr Festigkeit. Auch als „sterling“ gestempelt.

Stempel 925 erklärt (Englisch) →

800

Massiv

800er Silber

80 % Silber

Ein kontinentaleuropäischer Standard, häufig auf älteren Stücken aus Deutschland, Italien und der Schweiz. Etwas weniger Silber als Sterling.

Stempel 800 erklärt (Englisch) →

835

Massiv

835er Silber

83,5 % Silber

Ein europäischer Silberstandard, oft auf altem Schmuck und Besteck aus Deutschland und den Niederlanden.

Stempel 835 erklärt (Englisch) →

900

Massiv

Münzsilber (900er Silber)

90 % Silber

Früher aus eingeschmolzenen Münzen hergestellt. Häufig auf antiken amerikanischen und europäischen Stücken aus der Zeit, bevor Sterling zum Standard wurde.

Stempel 900 erklärt (Englisch) →

958

Massiv

Britanniasilber

95,8 % Silber

Feiner als Sterling, für hochwertiges britisches Silber. Weicher und daher seltener bei Alltagsschmuck.

Stempel 958 erklärt (Englisch) →

999

Massiv

Feinsilber (999er Silber)

99,9 % Silber

Fast reines Silber. Hell und weich, für Barren, manche handgefertigte Stücke und Emaillearbeiten. Achtung: 999 steht bei Gold auch für 24 Karat.

Stempel 999 erklärt (Englisch) →

Platin

950

Massiv

950er Platin

95 % Platin

Der Standard für Platinschmuck. Schwer, hypoallergen und von Natur aus weiß, eine Rhodinierung ist nicht nötig. Oft als „plat“ gestempelt.

Stempel 950 erklärt (Englisch) →

900

Massiv

900er Platin

90 % Platin

90 % Platin, häufig bei Vintage-Schmuck und manchen japanischen Stücken. Achtung: 900 gibt es auch als Silberpunze, achte also auf das Präfix „Pt“.

Stempel 900 erklärt (Englisch) →

850

Massiv

850er Platin

85 % Platin

Der niedrigste Feingehalt, der üblicherweise noch als Platin gestempelt wird. Zu finden bei manchen Fassungen und Ketten, wo mehr Festigkeit gefragt ist.

Stempel 850 erklärt (Englisch) →

Palladium

950

Massiv

950er Palladium

95 % Palladium

Ein leichteres, von Natur aus weißes Metall der Platingruppe. Gestempelt als Pd950 oder Pd500. Eine günstige Weißmetall-Alternative zu Platin.

Stempel 950 erklärt (Englisch) →

500

Massiv

500er Palladium

50 % Palladium

Ein einfacher Palladiumstandard, zur Hälfte Palladium, zur Hälfte Legierung. Seltener als Pd950, zu finden bei manchen leichteren oder günstigeren Stücken aus Weißmetall.

Stempel 500 erklärt (Englisch) →

Plattiert / Doublé

GP

Plattiert

Vergoldet

Unedles Metall + dünne Goldschicht

Eine hauchdünne Goldschicht über unedlem Metall. Kaum Goldgewicht und kein Materialwert. „gep“ steht für galvanisch vergoldet.

Stempel GP erklärt (Englisch) →

GF

Plattiert

Gold-filled (Doublé)

5 % Gold am Gewicht, aufgewalzt

Eine dicke, mechanisch aufgebrachte Goldschicht, viel haltbarer als eine Vergoldung. Der Stempel nennt Anteil und Karat, z. B. „1/20 14K GF“. Trotzdem kein massives Gold.

Stempel GF erklärt (Englisch) →

RGP

Plattiert

Walzgold (Rolled Gold Plate)

Dünne aufgewalzte Goldschicht

Die dünnere Variante von Gold-filled: eine aufgewalzte Goldschicht, aber weniger davon. Häufig bei Vintage-Uhren und Modeschmuck.

Stempel RGP erklärt (Englisch) →

HGE

Plattiert

Stark vergoldet (HGE)

Unedles Metall + galvanische Vergoldung

Galvanisch vergoldet und als „heavy“ beworben. Trotz eines Stempels wie „18K HGE“ ist das Stück vergoldetes unedles Metall, kein massives Gold.

Stempel HGE erklärt (Englisch) →

vermeil

Plattiert

Vermeil

Sterlingsilber + dicke Vergoldung

Sterlingsilber mit dicker Vergoldung (mindestens 2,5 Mikrometer, ab 10 Karat). Die beste der plattierten Varianten: Darunter liegt massives Silber, das Stück hat also echten Materialwert.

Stempel vermeil erklärt (Englisch) →

EPNS

Plattiert

Versilbert

Unedles Metall + dünne Silberschicht

Galvanisch versilbertes Neusilber: ein dünner Silberüberzug über unedlem Metall, ohne Sterlinganteil. „EP“ bedeutet dasselbe. Kein Materialwert.

Stempel EPNS erklärt (Englisch) →

Wo du suchst

So findest und liest du den Stempel.

Punzen sitzen dort, wo sie das Design nicht stören: innen in der Ringschiene, auf der flachen Seite eines Verschlusses, am Stift oder auf der Rückseite eines Ohrrings, auf dem Plättchen neben dem Kettenverschluss. Eine Lupe oder die Makrofunktion der Handykamera hilft, denn oft sind sie kleiner als ein Reiskorn.

Meist begegnet dir eines von zwei Systemen. Eine Karatangabe (10K, 14K, 18K) ist in den USA und Asien üblich. Eine dreistellige Feingehaltspunze (417, 585, 750) ist die europäische Variante. Beide sagen dasselbe: wie viel des Metalls tatsächlich Gold ist.

Manchmal steht daneben eine Herstellermarke oder ein amtliches Zeichen eines Landes. Sie verraten, wer das Stück gemacht hat und wo, nützlich für Datierung und Herkunft. Den Wert aber verrät die Feingehaltspunze.

Ist es echt?

Vier Prüfungen, bevor du einem Stempel traust.

Ein Stempel ist ein starkes Indiz, aber keine Garantie. Stempel lassen sich fälschen oder werden abgetragen. Diese schnellen Prüfungen geben dir mehr Sicherheit.

  1. 01

    Der Magnettest.

    Gold, Silber und Platin sind nicht magnetisch. Zieht ein starker Magnet das Stück an, ist der Kern aus unedlem Metall, also bestenfalls plattiert.

  2. 02

    Den ganzen Stempel lesen.

    GP, GF, HGE, RGP und EP bedeuten alle plattiert oder Doublé, nicht massiv. Eine Karat- oder Feingehaltsangabe ohne solche Buchstaben ist das gute Zeichen.

  3. 03

    Auf Abrieb achten.

    Eine Plattierung reibt sich an Kanten und Stellen mit viel Kontakt ab, darunter kommt ein anderes Metall zum Vorschein. Massives Gold nutzt sich gleichmäßig ab und behält durchgehend seine Farbe.

  4. 04

    Richtig bestätigen lassen.

    Wenn es um echtes Geld geht: Ein Säuretest beim Juwelier oder eine RFA-Messung (XRF) bestimmt den genauen Feingehalt in Sekunden. Das lohnt sich vor jedem Kauf oder Verkauf.

Sobald du den Feingehalt kennst, macht der Goldpreis-Rechner daraus einen Materialwert zum aktuellen Goldkurs.

Fragen

Stempel, entschlüsselt.

Weitere Tools

Mehr fürs Werkbrett.

Du verkaufst, was du machst?

Der Stempel beweist, dass es echt ist. Das Foto sorgt dafür, dass es sich verkauft.

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